Der Beauceron ein wahrer Gentleman

So ehrlich und stolz wie der Beauceron ist, zeigt er offen was ihm behagt und was nicht.

„Der Beauceron ein Hund mit telepathischen Fähigkeiten“

Beauceron (Berger de Beauce) sind sensible, ruhige und besonnene Hunde. Er hat ein sicheres, furchtloses Auftreten und sollte nicht ohne Grund scheu, ängstlich, aggressiv sein. Mit Gewalt geht bei ihm nichts, dafür mit liebevoller Konsequenz! Seinen Halter bleibt er immer treu und lässt ihn nie aus den Augen. Er ist ein idealer Spielgefährte für Kinder, ein geduldiger, nimmermüder Partner, Begleiter und Beschützer. Einen Beauceron kann man nicht bestechen, er sucht sich seine Bezugsperson selbst aus. Bei der Begrüßung von Familienmitgliedern und Freunden ist er sehr temperamentvoll und manchmal auch etwas ungestüm. Aber Fremden gegenüber freundlich, abwartend, was nicht als Ängstlichkeit oder Feigheit gewertet werden darf, denn er behält den Fremden im Auge, umkreist, begutachtet ihn und entscheidet, ob die Situation okay ist.

 „Wer seinen Beauceron Welpen richtig erzieht, hat über viele Jahre einen treuen Begleiter.“

Beauceron Welpen

Beauceron Welpen

Beauceron Rassestandard

Der Beauceron ist ein imposanter, muskulöser Hund ohne jede Schwerfälligkeit mit einem sicheren furchtlosen Auftreten. Es wird zwischen zwei Farbvariationen unterschieden, einmal der häufiger verbreitete, zweifarbige „Bas Rouge“ schwarz mit rot und zum anderen der dreifarbige „Harlekin“ welcher eine Kombination aus schwarz, rot und silbergrau aufweist.

Der Beauceron Rüde darf eine Größe von 60 – 70 cm und die Berger de Beauce Hündin eine Größe von 58 – 68 cm aufweisen, somit ergibt sich eine untere Grenze von 58 cm und eine obere Grenze von 70 cm.

Anatomie der Kopfes, lang, der Schädel flach oder leicht gewölbt von einer Seite zur anderen. Hinterhauptbein sichtbar mit leicht ausgeprägter Mittelfurche. Stop leicht ausgeprägt, von dem Nasenschwamm bis zum Stop soll die gleiche Länge betragen wie vom Stop bis zum Hinterhauptstachel. Nasenrücken nicht gewölbt, aber leicht gebogen zum Nasenschwamm hin. Fang weder schmal noch spitz. Lefzen immer etwas hängend jedoch gut geschlossen. Zähne kräftig und weiß (Scherengebiß).

Berger de Beauce

Berger de Beauce

Der Hals des Beauceron ist gut bemuskelt und mit den Schultern verbunden. Brust breit und tief. Tiefes Brustbein, Schultern schräg und lang, Rücken gerade, Lenden breit und gut verbunden, Kruppe wenig abfallend und nur zum Rutenansatz hin. Oberschenkel gerade, Unterschenkel etwas nach hinten gestellt. Sprunggelenk kräftig und tief gestellt zusammen mit dem Oberschenkel einen gut geöffneten Winkel bildend. Vorder- und Hinterläufe gerade stehend aus jeder Sicht; seitlich, von vorn und von hinten gesehen. Seine Bewegungen müssen federnd und frei sein, trotzdem müssen sich die Läufe parallel zueinander bewegen.

Das Fell des Beauceron ziemlich kurz am Kopf, stark, kurz und dick, geschlossen und fest am Körper anliegend, an den Hinterbacken und an der Rute leicht fransig. Das Fell sollte 2,5 cm – 3 cm Länge an der Rückenlinie aufweisen, das längste jedoch sollte höchstens 3,5 – 4 cm sein. Die Pfoten des kräftig, rund, Nägel bzw. Krallen schwarz mit harten Ballen. Doppelte Afterkrallen an den Hinterläufen.

Beauceron Geschichte

Der Beauceron auch liebevoll „Landedelmann“ genannt, ist einer der ältesten französischen Hirtenhunde. Der 1863 auf einer Pariser Hundeausstellung unter dem Namen Berger de Beauce bekannt wurde.

Die Entstehung siedelt sich im 13. Jahrhundert an, als flämische Mönche ihre mitgebrachten englischen Deerhounds mit Einheimischen kreuzten. Bis zum 19.Jahrh. existierten zwei Haartypen, Langhaarige und die mehr verbreiteten Kurzhaarigen, welche sich auch bis heute durchgesetzt haben und sehr gute Gebrauchshund sind.

In Frankreich wird der Berger de Beauce (Beauceron) stellenweise immer noch als Hütehund an Schaf- und Rinderherden eingesetzt. Aufgrund seiner Intelligenz und seiner Arbeitsbereitschaft wird er auch zunehmend als Rettungshund, Polizei- und Armeehund sowie Blindenführerhund eingesetzt.